Shibari ist für mich die schönste Art sich im Partner zu verlieren. Jede Session ist wie der erste Kuss - immer wieder.

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Was ist Shibari?

Das Wort Shibari wird wörtlich mit "Binden" oder "Fesseln" übersetzt und bezeichnet die Japanische Art der erotischen Seil-Bondage. Optisch wird diese durch ihre atemberaubende Ästhetik und die Fülle an künstlerischen Einflüssen geprägt. Diese stammen aus dem Hojo-Jutsu (einer Kampfsportart), der Malerei, dem Kabuki-Theater und vielen anderen kulturellen Quellen des Landes. Synonym wird manchmal auch die Bezeichnung Kinbaku verwendet, die neben der Technik noch auf die emotionalen Aspekte Bezug nimmt.

Meine ganz persönliche Auffassung führt weit über die bloße Immobilisierung einer Person hinaus. Shibari bildet für mich einen zentralen Pfeiler meines emotionalen Austausches und der nonverbalen Kommunikation. Der Kontext in dem ich durch die Seile spreche, ist so abwechslungsreich wie mein Leben selbst und muss nicht immer ein erotischer sein. Das Seil ist dabei ein Werkzeug, mit dessen Hilfe ich mich zentriere und ganz auf meinen Partner fokussiere um uns eine wunderbare Auszeit vom Alltag zu schenken.
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Wer bin ich?

Seit ich 2012 von Groß Britannien zurück nach Deutschland gezogen bin, befasse ich mich intensiv mit der Japanischen Fesselkunst. Neben meiner fortlaufenden Lehrtätigkeit in Speyer, bin ich immer wieder auf internationalen Events als Dozent und Performance-Künstler aktiv, wie z.B. Moscow Knot (RU), Rope Spirit (CZ), Maison des Soupirs (FR), London Festival Of Rope Art (UK), BOUND (UK), Boundcon (GER) u.v.a.

Auf meinem Weg bin und bleibe ich ein ewig Lernender. So hatte ich unter anderem das große Privileg bei Großmeistern wie Nawashi Kanna und Yukimura Haruki studieren zu dürfen. Ein Meilenstein meiner Entwicklung ist jedoch die Begegnung mit Osada Steve Sensei, die schon mehrfach der Anlass für Studien-Reisen nach Japan war. Abseits des Lernens ist daraus eine Freundschaft gewachsen, die ich nicht mehr missen möchte.

Seit 2020 produziere ich einen Podcast zum Thema Shibari & Kinbaku, den du sowohl bei iTunes-podcasts als auch bei Spotify anhören kannst.

Der Japanische Maler "Seiu Ito" (3.03.1882 - 28.01.1961) gilt als "Godfather" des Shibari. Als Künstler interessierte er sich u.a. für die Foltermethoden der Edo-Periode. Eine seiner meist verwendeten Techniken war, sein Modell zu fesseln, zu fotografieren und die entstandenen Lichtbilder zu malen. Dies brachte ihn Zeit seines Lebens immer wieder in Konflikt mit der Japanischen Zensur. Erst kurz vor seinem Tod erhielt er von der Japanischen Künstlervereinigung (Nihon Bijutsuka Renmei) Anerkennung.